Raumfahrtmedizin

Fragen und Antworten zur Wissenschaft

Energiemedizin biophysikalisch betrachtet/die energetische und informelle Ebene (Bodyelektrik)

Die Chronomedizin und -biologie befassen sich mit dem Rhytmus menschlicher Funktionen. Medizinisch-naturwissenschaftliche Messwerte sind meist statische Momentaufnahmen dynamischer Vorgänge. Eine einzelne Blutdruckmessung hat daher nicht allzu viel Aussagekraft. Der menschliche Organismus ist ein hochkomplexes, dynamisches System, die Messung biologischer Rhythmen und deren Wechselwirkung im Organismus ist daher für ein Gesamtbild notwendig. Eine besondere Rolle spielt hierbei unter anderem die circadiane (tageszeitliche) Periode. Es gibt ein großes Spektrum verschiedener rhythmischer Perioden, wobei bestimmte Perioden bestimmten Funktionen zugeordnet sind. Blutzucker- und Cholesterinspiegel sind z.B. jahreszeitenabhängig. Auch das Auftreten einzelner Krankheiten ist zu bestimmten Zeiten wahrscheinlicher als zu anderen Zeiten (Chronopathologie).

Biorhythmus:

Ein wesentliches Augenmerk richtet die Regulationsmedizin auf den natürlichen Biorhythmus und insbesondere auf alle technischen Verfahren, die in der Lage sind, diesen Biorhythmus wieder natürlich zu synchronisieren. Die Rhythmen unserer inneren Uhr werden trotz einer zunehmenden Anzahl von Forschungsergebnissen immer noch viel zu häufig missachtet. Chronobiologen und Mediziner setzen sich dafür ein, dass am Arbeitsplatz oder bei der Behandlung von Krankheiten ein Umdenken erfolgt und die Zyklen unserer inneren Uhr mehr Beachtung finden. Biorhythmen erlauben es allen lebenden Organismen sich leichter an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen und somit besser zu überleben. Als Zeitgeber unserer inneren Uhr wirken Einflüsse wie Licht, Temperatur, der Lauf des Mondes und die Jahreszeiten. Je nach Intensität haben diese Einflüsse jedoch eine unterschiedlich starke Wirkung auf die innere Uhr. Für den Menschen hat sich als wesentlicher Zeitgeber das helle Licht der Intensität des Sonnenlichts (Intensität etwa 100 000 Lux) erwiesen. So ist der Hell-Dunkel-Wechsel als natürliche Abfolge von Tag und Nacht für die Synchronisation auf den 24-Stunden-Tag verantwortlich.

Biorhythmus und Alter:

Die innere Uhr reift beim Säugling erst heran, ist im mittleren Erwachsenenalter stabil und wird ab dem siebzigsten Lebensjahr für Störungen anfällig.

Biorhythmus: Ernährung und Mittagsschlaf

Stoffwechselforscher haben herausgefunden wie sich der Organismus auf die Nahrungsaufnahme einstimmt. Die am Vormittag ausgeschütteten Hormone Cortisol und Norepinephrin steigern das Verlangen nach Kohlehydraten und nutzen deren Energie. Im Folgenden kommt Serotonin, ein Botenstoff im Nervensystem hinzu und dämpft dieses Verlangen. Die regelmäßigen Rhythmen nach denen sich Magen und Darm zusammenziehen und wieder weiten, durchmischen und transportieren den Speisebrei. Starke Berücksichtigung bei der Gewichtsabnahme findet das sogenannte „dinner-canceling”, der Verzicht auf das Abendessen. Dadurch, dass das ILG-Hormon, ein Insulin-Abkömmling, der verdauungsfördernd wirkt, biorhythmisch gesehen nach 19.00 Uhr in nordeuropäischen Ländern nur noch zögerlich ausgeschieden wird, empfiehlt es sich zumindest an 2 Tagen in der Woche zur Vermeidung von Gewichtszunahme und Fettaufbau nach 19.00 nichts mehr zu essen.

Schlaf:

Als empfindlicher Prototyp biologischer Rhythmen gilt der Schlaf. Beeinflusst wird dieser durch äußere (exogene) Faktoren wie Arbeit und Mondphasen. Innere Zeitgeber sind z.B. die Körpertemperatur und auch das individuell unterschiedliche, teils genetisch festgelegte Schlafbedürfnis.

Zeitverschiebungen beeinflussen die Biorhythmen:

Störungen der circadianen Rhythmik sind z.B. häufig das Ergebnis so genannter schneller Phasenverschiebungen, was bedeutet, dass ein biologischer Rhythmus entlang seiner Zeitachse verschoben wird. Dies führt zu einem Auseinanderklaffen der inneren und der äußeren Komponenten des jeweiligen Rhythmus. Der innere Rhythmus wird hierbei durch die innere Uhr vorgegeben, der äußere wird bestimmt durch die Umwelt vor Ort wie z.B. dasTageslicht. Zwei der bekanntesten Beispiele dieser schnellen Phasenverschiebungen sind Schichtarbeit und lange (z.B. Transatlantik-) Flüge.